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Veröffentlicht am: 9. Dezember 2025

Impuls Netzwerke > Wasserstoffallianz Westfalen > Aktuelles > Das Jahr 2025 im Rückblick

In Hamm bewegt sich in Sachen Wasserstoff eine ganze Menge: Die neuen Wasserstoffbusse der Stadtwerke und die Abfallsammelfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb des ASH sind 2025 zu sichtbaren Beispielen geworden, wie Klimaschutz konkret werden kann. Hamm gehört damit zu den ersten Städten im Ruhrgebiet, die Wasserstoff im mobilen Regelbetrieb einsetzen. Statt auf die „große Lösung von oben“ zu warten, wird – wie schon beim Wasserstoffzentrum und den weit vorangeschrittenen Planungen für den Elektrolyseur in Uentrop – einfach mutig angepackt.

Das ist umso bemerkenswerter, als das die Versprechen der Wasserstoffpolitik zwar weiterhin im Raum stehen – aber viele Förderprogramme sich verzögern, Regularien unklar bleiben und der Markthochlauf nur schleppend voran kommt. 2025 war damit kein leichtes Jahr für Wasserstoff als Energiealternative der Zukunft. In dieser Phase der Unsicherheit setzt die Wasserstoffallianz Westfalen mit ihren Partnern ein Zeichen für die Region: „Als Wissenstransfer- und Netzwerkplattform haben wir  wieder Kontakte und Fachwissen vermittelt, um Handlungsoptionen aufzuzeigen und Entscheidungsprozesse zu unterstützen“, fasst Justus Beste, Projektleiter der Wasserstoffallianz Westfalen, das Jahr 2025 zusammen.

Wir sprechen über nachhaltige Energien

Ganz konkret: „Wir wollten herausfinden, wo in der Region in Unternehmen möglicherweise noch zu wenig über nachhaltige Energien gesprochen wird – und wo Wasserstoff konkret ansetzen kann“, erklärt der Projektleiter. Die Gelegenheit zum Austausch schuf die Allianz mit einer ganzen Reihe praxisnaher Veranstaltungen: vom Netzwerktreffen zur nachhaltigen Landwirtschaft bis zu gleich mehreren Fachveranstaltungen rund um Schwerlastlogistik. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Netzbetrieb und Stadtwerken wurden Lösungen diskutiert – und neue Kooperationen gestartet. Eine Bürger-Infoveranstaltung im Rahmen der Digitalen Tage Hamm und der Woche des Wasserstoffs sowie die Teilnahme am Hy.Summit in Duisburg und Bochum standen ebenfalls auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IML wurde im Gewerbegebiet Uentrop eine Umfrage durchgeführt, um hier zukünftige Energie- und Unterstützungsbedarfe abzufragen.

Eines der Highlights des Jahres war die 5. Westfälische Wasserstoffkonferenz im November in Dortmund, die wieder gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Dortmund und dem Kreis Unna organisiert wurde. Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten praxisnah, wie der Markthochlauf gelingen kann und welche Chancen sich für Unternehmen ergeben. Hier feierte die interaktive H₂-Karte Westfalens Premiere. Sie macht Wasserstoffakteure zwischen Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna sichtbar – von Forschungseinrichtungen über Start-ups bis zu Industrieunternehmen. Die Karte zeigt eindrucksvoll, wie viel Know-how und Innovationskraft bereits in der Region vorhanden sind. Und sie zeigt: Mut zur Veränderung gibt es in den Unternehmen. Gerade kleine und mittlere Betriebe wollen verstärkt in klimafreundliche Technologien investieren und ihren Platz in der Wasserstoffwertschöpfung finden.

Hy.Lab: Forschung trifft Praxis im Reallabor

Die Allianz startet direkt im Februar 2026 mit einem neuen Veranstaltungsformat: dem Hy.Lab. Das Hy.Lab ist als Werkstattformat des bekannten Hy.Summit, der Wasserstoffkonferenz der Business Metropole Ruhr, konzipiert. Hier treffen Forschung und Praxis direkt aufeinander. Als passender Veranstaltungsort dient das IZH nahe der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL).

Die Allianz möchte die Teilnehmer nicht nur mit neuestem Wissen versorgen – etwa durch Vorträge wie „Neues aus der Entwicklung und dem Recycling von Elektrolyseur-Stacks“ und die Vorstellung des Instituts für Sektorenkopplung an der HSHL – sondern auch die praktische Umsetzung demonstrieren. Dazu gehört ein gemeinsamer Besuch des Trianel-Gaskraftwerks in Uentrop, dem Standort des Hammer Wasserstoffzentrums, um die Rolle von Gaskraftwerken in unserem zukünftigen Energiesystem aufzuzeigen.

Die Wasserstoffallianz möchte damit nicht nur neuestes Fachwissen vermitteln. Sie will auch zeigen, wie die drei Säulen der Hammer Wasserstoffstrategie ineinandergreifen: das Wasserstoffzentrum, die Wasserstoffallianz und die Hochschule. „Der Wandel kommt nicht nur aus Berlin oder Brüssel, er wird hier bei uns gemacht. Hamm zeigt, wie das Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung funktioniert“, erklärt Justus Beste, Projektleiter der Wasserstoffallianz Westfalen.

Mehr Infos zum Hy.Lab hier: https://hy-summit.de/