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Veröffentlicht am: 18. November 2025

Impuls Netzwerke > Wasserstoffallianz Westfalen > Aktuelles > Standortbestimmung zwischen Umsetzung und politischem Signal

Westfälische Wasserstoffkonferenz 2025

Die diesjährige 5. Westfälische Wasserstoffkonferenz (WWK 2025) fand jetzt im Wilo Group Cube in Dortmund statt. Die Veranstaltung, organisiert und durchgeführt durch das bereits bewährte Team aus Hamm, Dortmund und dem Kreis Unna, bot eine Plattform für offene Dialoge, ehrliche Diskussionen und tiefgehende Fachvorträge. Hamms Oberbürgermeister Marc Herter machte bereits zu Beginn klar: „Wir sind bereit, wenn ihr es seid“ mit einer klaren Botschaft an die Landes- und vor allem Bundespolitik, das Thema „Wasserstoff“ nicht fallen zu lassen.

Regionale Stärke und Umsetzungsbereitschaft

Die Konferenzteilnehmer konnten sich ein klares Bild davon machen, dass die Region Westfalen bereit für die Wasserstoff-Umsetzung ist:

  • Sichtbare Aktivitäten: Anhand der H2-Kompetenzkarte wurden zahlreiche regionale Projekte und Aktivitäten transparent gemacht.
    • Die Karte bleibt frei zugänglich, Unternehmen und Institutionen sind weiter aufgerufen, sich HIER in diese Karte einzutragen.
  • Fundament gelegt: Die Akteure vernetzen sich intensiv, und das Fundament für eine klimafreundliche Energiezukunft mit Wasserstoff ist gesetzt.
  • Infrastruktur: Der Bau des Kernnetzes und weiterer notwendiger Infrastruktur schreitet voran.
  • Status Quo: Wasserstoff ist in Westfalen kein reines Zukunftsthema mehr, sondern bereits eine treibende Kraft der Transformation.

Die Konferenz zeigte: Trotz aller Herausforderungen „Können könnten wir!“, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Herausforderung: Der „Markt in der Warteschleife“

Neben den Erfolgsmeldungen wurden auch die bestehenden Herausforderungen offen angesprochen. Dr. Thomas Becker von Thyssengas charakterisierte den aktuellen Stand in seiner Keynote treffend als „Markt in der Warteschleife“.

Die zentrale Kritik der Konferenz richtete sich an die fehlenden klaren politischen Signale aus Berlin und Brüssel, die bei Unternehmen und Innovationstreibern ein Klima der Verunsicherung schaffen. Es wurde bemängelt, dass wesentliche Diskussionen immer noch im Konjunktiv geführt werden – über das, was technologisch und wirtschaftlich alles möglich wäre, ohne die notwendige ökonomische Darstellbarkeit zu schaffen.

Forderung nach Verlässlichkeit und Vision

Die Teilnehmer waren sich einig: In den kommenden ein bis zwei Jahren ist eine Entscheidung nötig, ob und wie der Wasserstoffmarkt konsequent aufgebaut werden soll.

Die Allianz fordert eine klare Verlässlichkeit in der Zielstellung und wirtschafts- sowie sozialpolitische Visionen für die nächsten 10 bis 15 Jahre, um:

  1. Perspektiven zu schaffen: Eine klare Richtung ermöglicht es, die Transformationslasten so zu tragen, dass Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region gesichert und weiterentwickelt werden.
  2. Vertrauen aufzubauen: Ein klarer Gestaltungswille schafft das notwendige Vertrauen für die notwendigen Investitionen.

Die Westfälische Wasserstoffkonferenz 2025 hat die Bedeutung des Themas untermauert: Ohne Wasserstoff wird die Energiewende nicht gelingen. Auch weiterhin muss das Gespräch mit Politik und Wirtschaft intensiv gesucht werden, um den Hochlauf voranzutreiben.

Fotos: Ludger Staudinger